Zu Gast im Presseclub Magdeburg: Prof. Dr. Maaz

  • Don­ners­tag, 03.03.2005, 20:00 Uhr
  • Mari­tim Hotel Mag­de­burg

Hans-Joa­chim Maaz, Psy­cho­the­ra­peut

Der 61-jäh­ri­ge Maaz ist Psych­ia­ter, Psy­cho­ana­ly­ti­ker und Chef­arzt der Psy­cho­the­ra­peu­ti­schen Kli­nik im Evan­ge­li­schen Dia­ko­nie­kran­ken­haus Hal­le.
Er wur­de 1943 im böh­mi­schen Nie­der­ein­sie­del gebo­ren und 1945 nach Sach­sen aus­ge­sie­delt.

Zu DDR-Zei­ten kämpf­te er für psy­cho­ana­ly­ti­sche und tie­fen­psy­cho­lo­gi­sche The­ra­pie­for­men, die im SED-Staat tabui­siert waren. Bekannt wur­de Maaz nach der Wen­de vor allem durch sein Buch “Der Gefühls­stau. Ein Psy­cho­gramm der DDR” (1990). Im Jahr dar­auf folg­te “Das gestürz­te Volk — die unglück­li­che Ein­heit”, in dem er die Män­gel des west­deut­schen Sys­tems anpran­ger­te. 1992 brach­te er “Die Ent­rüs­tung — Sta­si, Schuld und Sün­den­bock” her­aus, in dem er dafür plä­diert, einer Schuld­zu­wei­sung immer die prä­zi­se Ana­ly­se der Hin­ter­grün­de vor­an­zu­stel­len.

Durch zahl­rei­che Vor­trä­ge und Dis­kus­si­ons­bei­trä­ge in Pres­se, Funk und Fern­se­hen hat Maaz in ganz Deutsch­land Bekannt­heit erlangt.

Er ist Vor­sit­zen­der der “Deut­schen Gesell­schaft für ana­ly­ti­sche Psy­cho­the­ra­pie und Tie­fen­psy­cho­lo­gie” und des “Mit­tel­deut­schen Insti­tuts für Psy­cho­ana­ly­se Hal­le e.V.”